Sozialer Ansprechpartner
Soziale Ansprechpartner in den Dienststellen handeln nach den im Konzept der Psychosozialen Notfallversorgung der Malteser für sie entwickelten und festgelegten Standards. Von den Sozialen Ansprechpartnern wird aber auch erwartet, eigeninitiativ in nicht standardisierten psychosozialen Problembereichen zu agieren.
Sie sollen hierzu selbstständig ihre Qualifikationen erweitern bzw. mit anderen vor Ort tätigen Organisationen (z.B. Beratungsstellen) in Kontakt treten. Sie sind zu enger Kooperation mit den Critical Incident Stress Management (CISM)-Teams angehalten.
Die Aufgabenbereiche der Sozialen Ansprechpartner umfassen u.a.:
* Die Initiative bzw. Organisation von Fortbildungen und Angeboten zur Vorsorge
(z.B. Kurse in Stressmanagement, Rückenschule, Sport). Die Schulen und
das geistliche Zentrum der Malteser sind hier Kooperationspartner.
* Kommunikationsfördernde Maßnahmen in den Dienststellen, um die Sensibilität der
Mitarbeiter für die Themenschwerpunkte der Psychosozialen Notfallversorgung auf
den verschiedenen Ebenen zu erhöhen.
* Das Beratungsangebot für Kollegen mit psychosozialen Schwierigkeiten, wobei der
Fokus in diesem Bereich auf einer Vermittlungs- und Filterfunktion liegt.
* Der Aufbau und die Pflege eines sogenannten „Hilfeleistungspools“, der Übersicht
über alle auf dem psychosozialen Sektor tätigen Organisationen und
Einrichtungen einer Region bietet (z.B. Beratungsstellen, Seelsorger,
Selbsthilfegruppen, Therapeuten, Kliniken).
* Erstgespräche für Helfer nach besonders belastenden Einsatzereignissen; bei
Bedarf Sicherstellen von Maßnahmen der Einsatznachsorge in
Zusammenarbeit mit einem CISM-Team.