Malteser ... weil Naehe zaehlt.

Aufbauseminar

Beschreibung
Im Aufbauseminar KIT werden den Teilnehmern, aufbauend auf den Inhalten des Basisseminars PSNV Kenntnisse und Möglichkeiten der praktischen Krisenintervention in der Akutphase von potentiell psychisch belastenden Ereignissen vermittelt. Die Teilnehmer werden dazu ausgebildet, in bestehenden Kriseninterventionsteams mitarbeiten zu können. Sie erhalten in Verbindung mit den durchgeführten Praktika die Fähigkeit zur selbstständigen und eigenverantwortlichen psychosozialen Betreuung von Opfern und Angehörigen.

Das Seminar ist nicht dazu geeignet, eigene belastende Erlebnisse aufzuarbeiten.

Teil der Ausbildung ist neben der Teilnahme am Basisseminar und der Teilnahme am KIT-Seminar die Hospitation oder die Tätigkeit unter Anleitung bei mindestens fünf Einsätzen im Bereich der Krisenintervention. Diese Einsätze sind nach dem KIT-Aufbauseminar als Hospitation zu absolvieren. Die Ausbildung (in Kombination mit dem Basisseminar PSNV) entspricht nach Inhalt und Umfang den Bestimmungen des „Landesarbeitskreises Notfallnachsorge bayrischer Hilfsorganisationen“ zur Grundausbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kriseninterventionsdienst.

Teilnehmer
Das Aufbauseminar KIT richtet sich an:
•    Ehren- oder hauptamtliche Mitarbeiter/innen aller Hilfsorganisationen, die sich für die
     psychologischen Aspekte der Begleitung bei Notfällen interessieren und sich um ein
     adäquates Handlungsrepertoire in der Krisenintervention bemühen wollen
•    Mitarbeiter/innen des Rettungsdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei, die in ihrer
     beruflichen Tätigkeit häufig mit Notfällen konfrontiert werden und eine vertiefte
     Fortbildung
     im Rahmen der Krisenintervention anstreben
•    Psychologen, Pädagogen, Seelsorger u. ä., die sich für die Thematik der
     Krisenintervention
     interessieren und in einem Kriseninterventionsteam mitarbeiten möchten.

Inhalte
•    Aufgaben und Grenzen der Krisenintervention, Organisationsstrukturen eines KIT,
     Kooperation mit Notfallseelsorgeeinrichtungen
•    Wiederholung und Vertiefung psychotraumatologischer Kenntnisse, Möglichkeiten
     und Grenzen der präklinischen Krisenintervention, Therapeutische Möglichkeiten
•    Psychotraumatologie, Präklinische Krisenintervention, Therapeutische Möglichkeiten
      Abgrenzung zum psychiatrischen Notfall
•    Struktur einer Intervention, Gesprächsführung im Einzel- und Gruppensetting,
     Umgang mit schwierigen Situationen im Gespräch bei verschiedenen Indikationen,
     Soziale Ressourcen, Psychosoziale Beratungsangebote
•    Einsatzindikationen/Besondere Zielgruppen, Überbringen einer Todesnachricht,
     Angehörige nach Suizid und Suizidversuch, Betreuung nach Gewalterfahrung,
     Betreuung von Kindern, Betreuung von Fahrzeugführern/Lokführern, Einsatz bei
     Großschadensereignissen, Krisensituationen in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen
•    Recht und Verwaltung: Gesetzliche Unterbringung, Gewaltenschutzgesetz,
     Bestattungsrecht, Friedhofssatzungen, Leichenschau und Obduktion
Die Inhalte werden den Teilnehmern in Unterrichtsgesprächen, Rollenspielen und
Gruppenarbeiten vermittelt.

Teilnahmevoraussetzungen
•    Erfolgreicher Abschluss des Basisseminars Psychosoziale Notfallversorgung
     (oder vergleichbar - Anerkennung durch das Referat PSNV im Vorfeld)
•    Schriftliche Eignungsfeststellung / Empfehlung im Ausbildungsbegleitheft
•    Kurze schriftliche Darstellung der Beweggründe an dieser Ausbildung teilnehmen
     zu wollen
•    Bereitschaft zur Mitarbeit in einem Kriseninterventionsteam
•    Soziale Kompetenz
•    Persönliche Reife
•    Mindestalter: 23 Jahre
•    Psychische und physische Stabilität und Belastbarkeit
     (Forderung der Eigenreflektion der Teilnehmer)
•    Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung
•    Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit
•    Ökumenische Offenheit und Achtung anderer Religionen, Weltanschauungen und
     Kulturen
•    Einsatzerfahrung (KatS, Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei o. ä.)
•    Fehlende Einsatzerfahrung (z.B. bei Psychologen, Pädagogen und/oder Seelsorgern)
     kann durch ein Praktikum im rettungsdienstlichen Bereich nachgeholt werden.
     Dabei geht es schwerpunktmäßig darum,
o   mit dem Arbeitsalltag und den spezifischen Belastungen von Einsatzkräften in
     mindestens einem der Bereiche Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei vertraut zu werden
o   die Einsatzwirklichkeit, den Einsatzablauf durch Einsatzbegleitung kennen zu lernen
o   die Bewältigungsmöglichkeiten von alltäglichem Stress und Einsatzstress beobachten
     und einschätzen zu lernen
Letzte Änderung - Mittwoch, 18. Oktober 2017
in Kooperation mit

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sowie der
katholischen und evangelischen Kirche



 
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und
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